Tablets im Unterricht – Steve Jobs hätte ja gesagt

Ein immer wieder kommendes Thema im Bereich Schule ist die Nutzung von Tabletts im Unterricht. Teils gibt es diese Nutzung schon, teils aber auch nicht. Vor allem öffentliche Schulen hinken hier hinterher. Hätte man den ehemaligen Chef und mittlerweile verstorbenen Mitbegründer von Apple Steve Jobs gefragt, hätte dieser die Nutzung befürwortet, da die Vorteile immens sind. Ein Experiment der UNESCO gibt ihm Recht. Kinder aus Eritrea bekamen ein IPad zum lernen. Diese hatten noch nie eine Schule besucht. Mit Hilfe des Tabletts brachten sie sich selber Lesen, Schreiben und Rechnen bei. Auch zeigen weitere Studien, dass Schüler ,welche mit Hilfe eines Tablets lernen, besser abschneiden, als welche die nach der konventionellen Methode lernen
Doch was haben überhaupt die Gegner einer Einführung entgegenzusetzen, wenn dies doch nachweislich besser für die Schüler ist?
Zum einen sei Papier umweltfreundlicher als der ganze Elektroschrott, welcher für benutzte Tabletts entsteht. Auch sei dies zu kosten intensiv. Nicht jeder Schüler hat die Möglichkeit zur Anschaffung eines teuren Tablets. Auch sei das althergebrachte Argument, dass dies ja die Medienkompetenz der Schüler stärken würde nicht ganz war. Diese erweitern sie meistens eigenständig zuhause. Die Schule bringt ihn noch das altbewährte Schreiben bei. Vor allem die Sprache und die Schreibkultur profitieren davon. Tabletts sind dagegen der Albtraum eines jeden Lehrers.
Schlussendlich zeigen aber die letzte Jahre, dass Tabletts vermehrt auftauchen und langsam den konventionellen Unterricht verdrängen. Inwieweit das gut muss sich jeder ein Bild davon machen. Doch der Fortschritt kommt.

Face to Face statt Facebook

Von Etienne Schätzmüller

Wer kennt das nicht? Da geht kurz vor der Schule noch eben eine Nachricht auf Facebook, WhatsApp, Instagram oder irgendeinem anderen Social Network ein. Schnell wird noch geantwortet und dann ab ins Gebäude. Das vibrieren des Handys zeigt, dass schon die Antwort da ist. Eben noch nachsehen? Nein, da kommt Herr Weitz. Welch ein Schreck! Wie soll man seinen Eltern erklären, dass sie nachmittags nochmal in die Schule kommen müssen, um das Handy abzuholen. Und wie soll man einen ganzen Vormittag ohne Handy überleben? Das haben die Menschen früher auch nicht geschafft.

Die aktuelle Handyregelung der Dieter-Forte-Gesamtschule ist ein Kompromiss, den niemand so richtig versteht und mit dem niemand so richtig zufrieden ist. Wer durfte gleich nochmal wo das Handy herausholen?

Die Antwort sollte einfach sein: die Schülerinnen und Schüler gar nicht.

„Wie konservativ und unzeitgemäß!“, werden manche jetzt rufen. Aber Schule sollte ein Raum sein in dem sich Menschen, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, von Angesicht zu Angesicht begegnen, face-to-face wie es zu Neustdeutsch mittlerweile heißt. Zu einem gelungenen sozialen Miteinander gehört mehr als ein paar Emojis zu verteilen, ein paar Mal „Like“ zu klicken und sich bequem in der Anonymität des Internets einzurichten. Denn diese Anonymität befördert Hassbotschaften. Emojis können das Original, also das menschliche Gesicht, nicht ersetzen. Mimik und Gestik eines Menschen offenbaren seine Individualität, mit ein paar Smileys versinken wir im Einheitsbrei, da hilft es auch nicht, dass mittlerweile jede Chatplattform ein paar hundert oder tausend anbietet. Ein „Like“ kann ein ernstgemeintes, aufrichtiges Lob nicht ersetzen. „Likes“ werden in Quantität gemessen, man muss schon tausend haben, um sich gut zu fühlen. Ein ehrliches Lob, das sich auch noch wirklich auf meineAussage bezieht, reicht. Hier siegt also die Qualität.

„Aber wir müssen doch mit der Zeit gehen!“, wird häufig eingewendet. Richtig ist, dass die Schule die Schülerinnen und Schüler auf ihr Leben vorbereiten muss. Ein verantwortungsbewusster Medienumgang gehört heutzutage einfach dazu. Diese Tatsache stellt niemand in Frage. Aber diesen Umgang lernt ein junger Mensch nicht, indem er ohne Unterstützung und schutzlos in ein potenzielles Haifischbecken geworfen wird, in dem die Haie „Mobbing“, „Fake News“ und „Extremismus“ auf frisches Blut warten. Workshops zur Internetsicherheit und eine stärkere Präsenz der Medien Scouts helfen hier viel mehr, nicht der ungezügelte Handykonsum während der Schulzeit.

Außerdem belegen Studien, dass ein hoher Konsum von Bildschirmmedien und sozialen Netzwerken zu Unkonzentriertheit führt (z.B. Spitzer: Digitale Demenz). Wenn während des Unterrichts oder auch kurz davor eine Nachricht eingeht, sind die Gedanken „im Netz“ und nicht im Unterricht. Wenn in jeder (vermeintlich) freien Minute ein Handyspiel gezockt wird, werden Jugendliche süchtig und nicht gebildet. Wenn das digitale Leben wichtiger wird als das reale, bleiben die Menschen auf der Strecke.

Eine Schülerin aus Hagen hat, wie in der Westfalen Post zu lesen war, einmal eine Woche auf das Handy verzichtet. Sie lebt noch und berichtete, dass sie mehr Zeit mit ihrer Familie und Freunden verbracht hat.

Wenn das Handy ausgeschaltet bleibt, gewinnen die Schülerinnen und Schüler Freiheit; die Freiheit nicht ständig auf den Bildschirm gucken zu müssen, die Freiheit sich dem Hier und Jetzt zu widmen. Deshalb sollte ein generelles Handyverbot in der Schule gelten. Wir alle werden es überleben.

Mehr Chancen als Werk

Wer sind die Gründer?

→ Murat & Şerife Vural

Das Chancenwerk in Zahlen:

4.700 Schüler/innen
86 Schulen
34 Städte
553 Studierende
91 Mitarbeitende
Wie finanziert sich das Chancenwerk?

subventionierte Vereinsbeiträge der Eltern (13%)
öffentliche Gelder im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets (14%)
Zuwendungen von Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen (73%)
Muss man für die Nachhilfe bezahlen?

Nein. Das ganze Angebot für die Schüler ist völlig kostenfrei. Schließlich sollen auch Kinder, deren Familien finanzielle Probleme haben, die Chance bekommen sich zu verbessern.

Was macht das Chancenwerk eigentlich?

Der Verein unterstützt mit seiner Lernförderung Kinder und Jugendliche in ihrer schulischen und persönlichen Entwicklung.

Kern des Konzepts ist die Lernkaskade, die auf dem Prinzip „Geben & Nehmen“ beruht. Das System ist so aufgebaut, dass es für alle Schülerinnen und Schüler zugänglich ist, deren Familien sie aus finanziellen, zeitlichen oder sprachlichen Gründen beim Lernen nicht unterstützen können.

Mit wie vielen Schulen kooperiert das Chancenwerk bereits?

Wir haben bereits 83 Kooperationsschulen in neun Bundesländern mit über 4.700 Kindern und Jugendlichen.

Wie läuft das ganze überhaupt ab?

Grob erklärt wird das ganze so geregelt: Man gibt 90 Minuten lang einem jüngeren Schüler Nachhilfe und erhält dafür selbst 60 Minuten Nachhilfe in einem Fach seiner Wahl.

Das heißt, man muss Nachhilfe geben wenn man selbst Nachhilfe bekommen möchte?

Genau. Durch dieses Konzept sollen Wissen und Zeit ausgetauscht werden, zudem soll das Band zwischen den Schülern gestärkt werden.

Ein erstes Hallo

Hey!

Ihr fragt euch bestimmt gerade wo dieser total öde und langweilige Text herkommt, stimmt’s? ;D Aber halt, so langweilig ist der gar nicht, denn eine kleine Gruppe von Schülern versucht sich für euch einzusetzen. Wir sind die „Redaktions-AG.“ Wir sind diejenigen, die sich in Zukunft mit euren Themen, Fragen oder auch Problemen auseinander setzen werden, denn wir wollen mehr Interaktion zwischen Schülern, Lehrern und Eltern! Deswegen werden wir bald in einem bestimmten Zeitabstand immer wieder Artikel zu unserem Schultag, den neusten Geschehnissen, neuen Lehrkräften und was gerade so angesagt ist, veröffentlichen. Natürlich werden auch zwischendurch Abstimmungen dabei sein, ebenso wie die besten Tricks und Tipps, um den Schultag etwas cooler und interessanter zu gestalten. Wenn ihr Spaß daran habt, selber Artikel zu schreiben und euch gerne mit dem aktuellen Geschehen auseinandersetzt, dann kommt montags in der 7. Stunde in den Selgo Raum. Wir freuen uns auf euch ^^.

Und jetzt hab ich genug genervt ;D

Viel Spaß mit den kommenden Artikeln

Gruß

Eure Schülerredaktion