Der Kern von Star Trek – Teil 1/2

Star Trek Discovery ist mittlerweile in der dritten Staffel, die zweite Staffel Star Trek Picard ist bestätigt und eine neue Serie namens „Strange new Worlds“ ist in Vorproduktion. Kurzgesagt: Star Trek ist auf einem noch nie da gewesenen Höhepunkt. Aber Fans kritisieren, die Serien passen nicht mit dem Kanon, den Ereignissen, die offiziell in dem Universum passiert sind, zusammen, Die Designs und Technologie passen nicht in ihre Zeiten, wenn man sich nach den anderen Serien richtet. Star Trek habe seinen Kern, den Optimismus verloren. Darum möchte ich heute die alten und neuen Star-Trek Serien, und Filme auseinandernehmen und wieder zusammensetzen. Dabei werde ich die in Universe- und Produktionsgeschichte von Star Trek, die Themen und seinen Kern beleuchten. Fangen wir an.

Warnung: für die, die  noch nicht alles geguckt haben können Spoiler enthalten sein, immer wenn es um aktuell laufende Serien geht, werde ich dies noch einmal kenntlich machen.

Prequels, Sequels, Remakes, Reboots und Spin Offs –eine Odyssee

Wir Leben in einer Zeit, in der Marken die Film und Fernsehlandschaft beherrschen. Daher wird aus jeder Geschichte, die funktioniert, soviel wie möglich rausgeholt, mit Sequels also Fortsetzungen, Prequels, Fortsetzungen, die vor dem Original spielen, Remakes, Neuverfilmungen, Reboots, Neuverfilmungen, die eine Reihe starten sollen und Spin Offs, Ablegern, die andere Geschichten im gleichen Universum erzählen.

Und sie haben alle die gleichen Probleme, weil sich die Vorstellung, wie beim Beispiel Star Trek, von Zukunftstechnologie weiterentwickelt haben. Passen die Designs und Möglichkeiten in der Chronologie oder in der Weiterentwicklung nicht zu dem, was wir bereits gesehen haben, die Autoren, Schauspieler und Regisseure interpretieren die Figuren anders als wir oder die meisten anderen Zuschauer, weil sie eine andere Perspektive auf sie haben oder die Geschichten sind zu nah an oder zu weit entfernt von den Originalgeschichten. Wenn eine oder mehrere dieser Punkte zutreffen, ist das immer schade, aber wir sollten nicht vergessen, nur die wenigsten von uns sind professionelle Geschichtenerzähler, vielleicht sollten wir das Erzählen den Profis überlassen, ihnen die Freiheit lassen, was und wie sie es uns erzählen und was sie tun müssen, um den Nerv der Zeit zu treffen aber das Original nicht aus den Augen zu verlieren.  Und uns freuen, wenn sie zufällig die Geschichte erzählen, die wir hören wollen und wenn man etwas, je nachdem, mehr oder weniger genau darüber nachdenkt, passen die Sachen vielleicht ja doch zusammen.

Die Geschichte von Star Trek

Star Trek war schon immer eine Abenteuergeschichte im Erbe der Westernserien, eine Crew, die in unbekannte Gebiete aufbricht, dort Gefahren und Abenteuer bewältigt. Und das war Gene Roddenberys Idee, als er anfing Star Trek zu produzieren und letztendlich haben das auch alle Serien und Filme getan. Die Crews wurden vor bis dato unbekannte Herausforderungen gestellt, die uns aber doch irgendwoher bekannt vorkamen, ganz gleich, ob es der Zusammenbruch einer Supermacht durch den Verlust ihrer Hauptenergie Versorgung oder Rassismus war. Und heute kaum noch vorzustellen, war es 1966 ein Schock, dass neben Männern, ein Außerirdischer und eine Frau, die dazu noch schwarz war, dieses Raumschiff kommandierten und als auf die Forderung ussischer Zuschauer eingegangen wurde und auch noch ein Russe, auf der Brücke war, ging es bergab: Star Trek wurde auf einen schlechten Sendeplatz gelegt und schließlich wegen mangelnder Einschaltquoten nach drei Staffeln abgesetzt. Aber um noch Geld aus der Serie zu holen, wurde sie immer und immer weiter wiederholt, bis sie schließlich einen Kultstatus erlangte, das nach fast 20 Jahren 1987 eine Nachfolgeserie startete, Star Trek das Nächste Jahrhundert, die sieben Jahre lief und im Fahrwasser nicht nur die folgenden Serien, Deep Space Nine, Voyager und Enterprise, sondern auch zehn Filme mit sich zog. Aber 2003 mit Star Trek Nemesis und Start Trek Enterprise ging es dann vorerst zu Ende, Nemesis versuchte Star Trek zu einem Actionfilm zu machen und das Prequel Enterprise war, unter anderem, weil es die Föderation noch nicht gab und sich die Crew deswegen anders verhielt, zu wenig Star Trek. Damit schien das Franchaise erst einmal gestorben zu sein. Doch 2009 trat der Regisseure J.J. Abrams auf den Plan  und startete einen Reboot, der die Fans spaltete, Die meisten Kritikpunkte sind wohl emotional aber nicht sachlich zu begründen (genaueres hier: https://www.youtube.com/watch?v=YkD5b8GDHho).

Aber einen Punkt gibt es, der nachvollziehbarerweise für die alteingesessene Fans nur schwer zu verkraften war, er hat die liebgewonnene alte Crew neu besetzt, sie machen keineswegs einen schlechten Job, aber Chris Pine ist nun mal nicht William Shatner etc. aber eigentlich tut das keinem der (bis jetzt) drei Filme einen Abbruch und es hat zwei Dinge bewirkt: es Interessieren sich mehr Menschen als jemals zuvor für Star Trek und die Serie Discovery und es werden schließlich auch Picard und bald Strange new World folgten.

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